Magnesiummangel Symptome und typische Anzeichen

Ein dauerhafter Mangel an Magnesium ist schädlich für die menschliche Gesundheit. Lernen Sie die wichtigsten Symptome kennen, die helfen einen Magnesiummangel zu erkennen.

Die Symptome des Magnesiummangels sind oft unspezifisch

Die Symptome des Magnesiummangels sind oft unspezifisch (Foto: luchschen | Shutterstock)

Magnesium ist für verschiedene Funktionen im Körper zuständig. Ein Mangel an Magnesium entsteht meist durch Mangelernährung, ist die Begleiterscheinung anderer Erkrankungen oder tritt in der Schwangerschaft auf. Der zu niedrige Magnesiumspiegel im Blut führt daher zu vielerlei Symptomen. Das eindeutigste sind Muskelkrämpfe. Wer unter Magnesiummangel, der auch tetanisches Syndrom genannt wird, leidet, zeigt oft gleich mehrere der folgenden Anzeichen.

Magnesiummangel Symptome – Die typischen Anzeichen

Typische Beschwerden, die bei einer Unterversorgung des Organismus mit Magnesium auftreten:

  • Muskelkrämpfe (vor allem in den Beinen / Oberschenkeln / Wadenkrämpfe)
  • Zittern
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Händen und Füßen
  • innere Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität
  • Darmkrämpfe, Verdauungsbeschwerden
  • schnelle Erschöpfung, Müdigkeit
  • Kopfschmerzen, Geräuschempfindlichkeit
  • Depressionen, Nachdenklichkeit, Grübelei
  • Verwirrtheit
  • Empfindungsstörungen (Kälte, Wärme)
  • gesteigerte Geräuschempfindlichkeit
  • Herz – Kreislaufstörungen (Herzrasen, deutlich spürbarer Herzschlag)
  • Durchblutungsstörungen
  • kalte Füße
  • Schwächegefühl
  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • gesteigertes Schlafbedürfnis
  • Augenlidzucken
  • , Lidflattern

  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Verspannungen der Muskeln
  • unwillkürliche Muskelzuckungen
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • schnelle Erschöpfung, verringerte Leistungsfähigkeit
  • Herzrhythmusstörungen
  • hoher Blutdruck

Häufig treten mehrere der Beschwerden gleichzeit auf, was als Magnesiummangelsyndrom (med.: Hypomagnesiämiesyndrom / tetanisches Syndrom) bezeichnet wird.

Diese Lebensmittel enthalten Magnesium:

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Die neuromuskuläre Erregbarkeit steigt durch ein Magnesiumdefizit, das heißt, es kann zu Muskelkrämpfen, Zittern, Kribbel- oder Taubheitsgefühlen kommen. Krämpfe in Darm oder Speiseröhre können ebenso vorkommen wie Schluckstörungen, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz. Die langfristigen Folgen sind z.T. dramatisch: Magnesiummangel kann auch zu Erschöpfungszuständen, Reizbarkeit, Depressionen und Psychosen führen.

Magnesiummangel Symptome sind Warnzeichen

Warnzeichen, die auf eine Unterversorgung mit Magnesium hinweisen, sind neben Krämpfen insbesondere kalte Füße oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen, starke Schmerzen am Kopf, Verwirrtheit, Geräuschempfindlichkeit und ein Hang zum Grübeln, ebenso starkes Herzklopfen oder Herzrasen, übermäßiges Schlafbedürfnis, Rückenschmerzen und innere Unruhe.

Je nach Lebensalter zeigt sich der Magnesiummangel außerdem auf unterschiedliche Weise:

Leiden Kinder schon in frühen Jahren an einer Untervorsorgung mit Magnesium, können die Auswirkungen beträchtlich sein. Es werden die Zahnung und das Wachstum dadurch beeinträchtigt. Bei jungen Mädchen setzt bei einer Unterversorgung mit Magnesium die Regelblutung meist verspätet ein und es kommt zu Zyklusveränderungen und Menstruationsbeschwerden wir Unterbauchkrämpfen.

Magnesiummangel Symptome bei Erwachsenen

Im Erwachsenenalter sind Erschöpfung, Kopfschmerzen und Migräne sowie Kämpfe der Muskulatur und Muskelschwäche häufige Symptome. Der Verkrampfungseffekt des Magnesiummangels kann auch zu Darmkrämpfen, Verstopfung und Blähbauch führen. Störungen des Immunsystems können ebenso auftreten wie Gefäßverengungen, Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen. Im Extremfall kann es sogar zu neurologischen Ausfällen kommen, bei denen das Gehirn vorübergehend nicht mit ausreichend Blut versorgt wird.

Die eher unspezifischen Symptome des Magnesiummangels führen oft dazu, dass er nicht erkannt wird und zunächst andere Gründe für die Symptomatik gesucht werden.

Symptome des Magnesiummangels bei Schwangeren

Schwangere Frauen mit Magenesiumdefizit leiden häufiger und Übelkeit mit Erbrechen, Ödemen, Harneiweiß, Bluthochdruck, erleben oft ein frühzeitiges Einsetzen von Wehen und haben ein höheres Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt. Für Schwangere ist es daher besonders wichtig, auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr – am besten über die Ernährung – zu achten. Gleiches gilt auch für andere essentielle Mineralstoffe – etwa die Folsäure.

Links uns Quellen zum Artikel

1 Informationen zum Zusammenhang mit Diabeteserkrankungen
2 Magnesiumbedarf bei der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)
3 Jur. Auseinandersetzung zur Wirkung von Magnesiumpräparaten
4 Dr. Retzek mit einer Zusammenfassung zum Thema

Sebastian Fiebiger (): Hast Du Erfahrungen mit Magnesiummangel? Dann teile sie mit uns! Wir freuen uns auf Deine Erfahrungen und Meinungen zum Thema – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren.

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