Studie enthüllt: Kein Krebs-Schutz durch Obst und Gemüse

Obst und Gemüse senkt Krebsrisiko nur wenig

Obst und Gemüse senkt Krebsrisiko nur wenig

Seit 1990 lautet die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO): “Esst viel Obst und Gemüse!”. Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag gelten als optimal. Das “Five a Day”-Programm wird seitdem international propagiert. Diese Empfehlung, die auf Schätzungen aus Studienmaterial basierte, wird in einer neuen Untersuchung in arge Zweifel gezogen.

Wissenschafter aus New York haben jetzt das vorhandene Studien-Material der EPIC-Studie (knapp 500.000 Teilnehmer) neu analysiert und kamen zu ernüchternden Ergebnissen. Lediglich um 3 Prozent sinkt das Krebsrisiko bei regelmäßigem Obst- und Gemüsekonsum.

Krebsrisiko sinkt durch Obst und Gemüse nur um 3 Prozent

Dabei hatte man sich Raten von 10 bis 30 Prozent versprochen, gelten doch viele Krebsarten als ernährungsinduziert. Die Bandbreite der Schätzungen, welcher Anteil der Krebserkrankungen durch die Lebensweise zu verhindern sind, ist sehr groß und reicht von 10 Prozent bis zu 75 Prozent.

Auch angesichts der nur geringen Risikoreduzierung raten die Wissenschaftler dazu, Obst und Gemüse zum Bestandteil der täglichen Ernährung zu machen. Ungeachtet der nur gering sinkenden Krebsraten habe Obst und Gemüse eine schützende Wirkung für das Herz-Kreislauf-System, die gut dokumentiert und durch Studien untermauert sei. Herzerkrankungen sind – vor Krebs – nach wie vor die häufigste Todesursache.

Auch ist noch ist unklar, ob bestimmt Gemüsesorten eventuell vorbeugend gegen bestimmte Krebsarten wirken. Die Studie trennt nicht zwischen verschiedenen Obst- und Gemüsearten, sondern berücksichtigt nur den Gesamtkonsum.

Anm.d.Red.: Dieses Ergebnis kommt nicht unerwartet. Schon seit Jahren gibt es Zweifel an der positiven Wirkung einer vom Menschen gesteuerten gesunden Ernährung. Des Motto “Iss, was Dir schmeckt.” wird von einer steigenden Anzahl von Ernährungswissenschaftlern propagiert. Die Leistungsfähigkeit der Eigensteuerung des menschlichen Körpers wurde in der Vergangenheit offenbar häufig unterschätzt.

Auch frühere Studien – etwa zum Zusammenhang zwischen Obst/Gemüse-Konsum und Darmkrebs haben bereits für Ernüchterung in der Ernährungsforschung gesorgt.

Die fehlende Unterscheidung zwischen Obst und Gemüse ist allerdings problematisch. Gerade der hohe Zuckergehalt von Obst betrachten Teil der Wissenschaft als gesundheitlich bedenklich.

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Kommentare:

Thomas Poppe
09.04.2010 - 14:43

Empfehlenswert ist “The China Study” von Colin Campbell. Wahrscheinlich sinken gerade mal wieder die Umsätze der Fleisch- und Milchindustrie und deswegen lässt sie die “Wissenschaft” auf die Medien los. Das ist vergleichbar mit dem Auftauchen der “Beweise”, dass Schokolade doch keine Migräne verursacht, immer genau kurz vor Ostern.
Mit anderen Worten: Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs nehmen überall dort weniger als die Hälfte des “normalen” Vorkommens ein, wo man sich vegetarisch oder besser noch vegan (ohne tierisches Eiweiß), biologisch und regional ernährt.Aber am besten nichts einfach glauben, sondern selber ausprobieren. Sieben Tage lang vegan ernährt, und jeder fühlt selbst, was Sache ist. Gute Appetit miteinander!

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09.04.2010 - 18:03

Was für Obst, was für Gemüse, BIO oder pestizidbehandelt ? Berücksichtigt das die Studie ? Wenn nein, ist sie nicht seriös und man kann sie ruhig ignorieren. Wenn ja, beweist das noch gar nichts. Schliesslich gibt es jede Menge anderer Studien, die das Gegenteil behaupten.

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09.04.2010 - 19:12

Es ist auch meist sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die verschiedenen Einflüsse zu trennen.

Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, leben halt oft auch ansonsten relativ gesund.

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@Poppe
09.04.2010 - 23:03

@ Thomas Poppe

Ich lese aus Ihrer Botschaft folgendes heraus:
Man soll nicht alles glauben, bis dahin stimme ich Ihnen zu.
Aber da Sie andere davon überzeugen wollen, dass sie Vegan leben sollen, soll man Ihnen einfach glauben:
“Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs nehmen überall dort weniger als die Hälfte des “normalen” Vorkommens ein, wo man sich vegetarisch oder besser noch vegan (ohne tierisches Eiweiß), biologisch und regional ernährt.”

Warum sollte ich Ihnen also glauben?
Ihr letzter Satz war der ehrlichste, es ist subjektiv und wer Vegan leben möchte soll das tun. Wer es nicht tun möchte, der soll es nicht tun.

Das sind einfach Dinge die mich sehr stören, man möchte mich von etwas überzeugen und zieht Argumente aus den Haaren die keine wirklichen sind. Gleichzeitig bejammert man wie unehrlich alle anderen doch seien und nur die eigenen Ziele wären in Ordnung.

Hätten Sie nur ihren letzten Satz gesagt, so wäre es das Beste gewesen.

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